Das Wichtigste kurz zusammengefasst
- Ein Blogname sollte maximal 12 Zeichen haben, kurz und einprägsam sein, um besser im Gedächtnis zu bleiben.
- Nutze Keyword-Tools wie Google Keyword Planner, um geeignete Begriffe zu finden, die deine Zielgruppe tatsächlich sucht.
- Stelle sicher, dass die gewünschte Domain noch verfügbar ist, bevor du deinen Blognamen festlegst; nutze .de oder .com für deutsche Blogs.
Kennst du das?
Du willst schon seit längerem deinen eigenen Blog erstellen. Du überlegst und überlegst.
Und überlegst.
Aber dir fällt einfach kein passender Name ein.
Keine Sorge: Damit bist du nicht allein. Die Wahl des richtigen Blognamens ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Erstellen eines Blogs.
Viele angehende Blogger stehen vor genau dieser Herausforderung. In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du den perfekten Namen für deinen Blog findest.
1. Was macht einen guten Blognamen aus?
Die Wahl eines Blognamens ist nicht ganz so kompliziert wie du vielleicht denkst. Eigentlich gibt es nur drei Optionen:
- Dein eigener Name: Du verwendest deinen eigenen Namen als Blognamen. Zum Beispiel andreasmühlbauer.de
- Erfundener Name: Du erfindest einen Fantasienamen Zum Beispiel: creatormode.de
- Suchbegriff: Du verwendest einen Suchbegriff oder eine Kombination aus Suchbegriffen. Zum Beispiel blogerstellen.de
Ich hab die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten für dich in der folgenden Tabelle erfasst:
| Vorteile | Nachteile | |
| Dein eigener Name | – Höhere Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken und in Suchmaschinen – Schnellerer Aufbau von Vertrauen zu deinen Besuchern – Zeitersparnis bei der Namensfindung | – Keine Möglichkeit die Domain weiterzuverkaufen – Bei sehr geläufigem Namen schwierig, die passende Domain zu registrieren |
| Fantasiename | – Freie Wahl deines Blognamens, der zu deinen Werten und deiner Zielgruppe passt – Freiheiten bei der Domain-Wahl – Verkauf jederzeit möglich | – Namensfindung eher aufwändig – Langsamere Steigerung der Markenbekanntheit durch Anonymität |
| Suchbegriff | – Vorteile in Suchmaschinen, durch Suchbegriff in der Domain – Thema ist auf einen Blick erkennbar – Einfach wieder zu verkaufen | – Thematische Einschränkung auf deinen Suchbegriff – Gute Keyword-Domains sind begehrt und nicht leicht zu bekommen |
Hast du dich für deinen eigenen Namen entschieden? Dann kannst du gleich zu Punkt 5 springen und deine Domain registrieren.
Welche Kriterien erfüllt ein guter Blogname? Im Grunde lässt sich das auf vier Punkte reduzieren:
Der Name ist kurz und einprägsam
Stell dir vor, jemand besucht deinen Blog, findet deine Inhalte super und will am nächsten Tag wiederkommen. Aber er kann sich einfach nicht mehr an deinen Namen erinnern. Blöd gelaufen, oder?
Genau deshalb ist es so wichtig, dass dein Blogname kurz und einprägsam ist.
Was denkst du, welchen Namen können sich Besucher besser merken?
- www.creatormode.de
- superduperblog4768xyz.blog
Die Antwort liegt auf der Hand, oder?
Ich empfehle dir bei der Wahl deines Blognamens deshalb die folgenden Dinge zu beachten:
- Maximal 2 Wörter
- Maximal 12 Zeichen
- Keine Zahlen
- Keine Sonderzeichen
- Keine Fachbegriffe
- Keine Fremdwörter
Beachte, dass es sich hierbei um Richtwerte handelt und nicht um Gesetze. Viele erfolgreiche Blogs brechen genau diese Regeln.
Der Name lässt das Thema erkennen
Ein guter Blogname ist wie ein Versprechen an deine Besucher. Er verrät ihnen sofort, worum es auf deinem Blog geht.
Wenn jemand „Fitnessliebe“ hört, weiß er sofort: Hier geht’s um Fitness. Bei „Kochkarussell“ ist klar: Da gibt’s Rezepte. Und „Finanzfluss“ dreht sich offensichtlich um Geld.
Warum ist das wichtig?
Du positionierst dich als Experte in deinem Themengebiet. Besucher sehen auf einen Blick, dass sie bei dir weitere Infos zu ihrem Problem finden. Außerdem können Suchbegriffe im Domainnamen Vorteile in Suchmaschinen bringen.
Natürlich kannst du auch einen abstrakteren Namen wählen, der nicht sofort das Thema verrät. Aber gerade am Anfang macht es dir ein thematisch passender Name deutlich leichter, die richtige Zielgruppe anzusprechen.
Der Name ist einzigartig
Dein Blogname sollte einzigartig sein – und zwar aus mehreren Gründen.
Wenn bereits ein bekanntes Unternehmen oder ein anderer Blog mit dem gleichen oder einem sehr ähnlichen Namen existiert, kannst du ernsthaften Ärger bekommen. Markenrechtsverletzungen sind kein Spaß und können richtig teuer werden.
Selbst wenn keine rechtlichen Probleme drohen, willst du nicht, dass deine Leser versehentlich bei einem anderen Blog landen. Das ist frustrierend für alle Beteiligten.
Du bist kein billiger Abklatsch. Ein einzigartiger Name zeigt, dass du dir Mühe gegeben hast und professionell auftreten willst.
Du fühlst dich wohl mit deinem Namen
Diesen Punkt finde ich mit am wichtigsten.
Dein Blogname ist wie ein Tattoo. Du musst in den nächsten Monaten und Jahren damit leben. Und wenn du dich nicht damit identifizieren kannst, wird das zum Problem.
Stell dir vor, wie es sich anfühlt, wenn du deinen Blog jemandem vorstellst. Kannst du den Namen selbstbewusst aussprechen? Bist du stolz darauf? Oder fühlst du dich irgendwie unwohl dabei?
Dein Blogname sollte zu deiner Persönlichkeit passen. Wenn du ein lockerer, humorvoller Typ bist, kann dein Name das ruhig widerspiegeln. Wenn du eher seriös und professionell auftreten willst, sollte der Name das auch ausstrahlen.
Vertrau auf dein Bauchgefühl. Wenn sich ein Name richtig anfühlt, ist das schon mal die halbe Miete.
2. Wie du den perfekten Blognamen findest
„Der richtige Blogname ist eh Geschmackssache.“
Das hat erst kürzlich jemand zu mir gesagt. Und ich finde, es stimmt nur halb.
Ja, Namen sind Geschmackssache. Aber wenn du dich bei der Namensfindung in deine Zielgruppe hineinversetzt, kannst du die Wahrscheinlichkeit, dass dein Name gut ankommt dramatisch erhöhen.
Um den perfekten Blognamen zu finden, solltest du dir deshalb zunächst über deine Nische, dein Blogthema und deine Zielgruppe im Klaren sein.
Mach ein Brainstorming und schreibe alle Begriffe auf, die dir zu deinem Thema einfallen. Kombiniere anschließend verschiedene Wörter miteinander und spiel mit der Sprache. Frag auch Freunde und Familie nach ihrer Meinung. Manchmal hilft ein Blick von außen, um neue Perspektiven zu gewinnen.
Lass dir Zeit und überstürze nichts. Der richtige Name wird sich finden.
Definiere deine Zielgruppe
Bevor du dir einen Namen für deinen Blog ausdenkst, solltest du wissen, wen du ansprechen willst.
Überlege dir, wer deine Leser sind, wie alt sie sind, welches Geschlecht, Interessen und wie viel Geld sie haben. Diese Informationen helfen dir, dir ein Bild von deiner Zielgruppe zu machen.
Aber das reicht noch nicht aus. Du musst tiefer graben und verstehen, was deine Leser wirklich bewegt:
- Welche konkreten Probleme haben deine Leser? Vielleicht wollen sie abnehmen, mehr Geld verdienen oder endlich ihren Traumjob finden. Je genauer du ihre Probleme kennst, desto besser kannst du sie ansprechen.
- Was wollen sie erreichen und welche Ziele verfolgen sie? Manche Menschen wollen finanziell frei werden, andere wollen einfach nur gesünder leben oder ihre Kreativität ausleben.
- Wie reden sie über ihre Themen? Das ist super wichtig. Benutzen sie eher Fachbegriffe oder sprechen sie ganz normal? Sind sie eher locker drauf oder förmlich? Die Sprache deiner Zielgruppe sollte sich in deinem Blognamen widerspiegeln.
- Welche Begriffe verwenden sie? Wenn du einen Fitness-Blog startest und deine Zielgruppe hauptsächlich aus jungen Müttern besteht, werden sie vielleicht nach „Mama Workout“ oder „fit nach der Schwangerschaft“ suchen und nicht nach „postnatales Training“.
Genau ieses Wissen über deine Zielgruppe sollte sich in deinem Blognamen widerspiegeln.
Schau dir deine Konkurrenz an
Welche Blogs gibt es bereits zu deinem Thema? Such dir 10 bis 20 Blogs in deiner Nische raus und analysiere sie genau. Schau dir an, welche Themen sie behandeln, welche Worte sie in ihren Blognamen verwenden und welchen Tonfall sie anschlagen.
Das gibt dir ein Gefühl dafür, was in deiner Nische bereits funktioniert und was nicht.
Wichtig: Es geht hier nicht darum, einen komplett anderen Namen zu wählen. Wenn in deiner Nische alle erfolgreichen Blogs das Wort „Marketing“ im Namen haben, solltest du dir gut überlegen, ob du das komplett ignorieren willst.
Gleichzeitig willst du aber auch nicht der 47. „Marketing-Experte“ oder „Marketing-Guru“ sein. Es geht vielmehr darum zu verstehen, welche Namens-Konventionen in deiner Nische existieren und wie du dich innerhalb dieser Konventionen trotzdem abheben kannst.
Achte dabei besonders darauf:
- Sind die Namen eher kurz oder lang?
- Werden häufig Suchbegriffe verwendet?
- Nutzen erfolgreiche Blogs eher beschreibende oder abstrakte Namen?
- Wie persönlich sind die Namen? (z.B. „Marias Kochblog“ vs. „Kochkarussell“)
Sammle und kombiniere Begriffe
Sobald du weißt, wen du ansprechen willst und wie deine Konkurrenz aufgestellt ist, kannst du gezielt nach Begriffen suchen.
- Nutze Keyword-Tools für deine Recherche: Tools wie der Google Keyword Planner, Ubersuggest oder auch Ahrefs zeigen dir, welche Begriffe Menschen wirklich in Suchmaschinen eingeben. Das ist Gold wert, denn so findest du heraus, wie deine Zielgruppe tatsächlich über ihr Problem spricht.
- Mach ein ausgiebiges Brainstorming: Schreib einfach alles auf, was dir zu deinem Thema einfält. Alle Begriffe, alle Assoziationen, alle verrückten Ideen. In dieser Phase gibt es keine schlechten Vorschläge.
- Kombiniere verschiedene Wörter miteinander und spiel mit der Sprache: Nutze Alliterationen (wie „Fitness-Fibel“), Reime, zusammengesetzte Wörter oder erfinde sogar neue Begriffe. Manche der erfolgreichsten Blogs haben Namen, die es vorher gar nicht gab.
- Frag Freunde und Familie nach ihrer Meinung: Manchmal hilft ein Blick von außen enorm. Menschen, die nicht so tief im Thema stecken wie du, können dir sagen, welche Namen sich gut anhören und welche verwirrend sind.
Erstelle am Ende eine Liste mit deinen Favoriten und lass sie ein paar Tage sacken. Oft merkst du nach ein paar Tagen, welcher Name dir immer noch gefällt und welcher sich doch nicht so gut anfühlt.
Verwende Blognamen-Generatoren
Du überlegst seit Stunden oder vielleicht sogar seit Tagen und dir fällt noch immer kein Name ein, der dir gefällt?
Im Internet gibt es für diesen Fall eine Vielzahl von Blognamen-Generatoren, bei denen du dir neue Inspiration holen kannst.:
Alternativ kannst du auch KI-Tools wie ChatGPT als Blognamen-Generatoren nutzen. Probier doch mal den folgenden Prompt aus:
Generiere 10 Namen für einen Blog zum Thema [BLOGTHEMA EINFÜGEN] für die Zielgruppe [ZIELGRUPPE EINFÜGEN]
3. Sichere dir deine Domain
Sobald du einige Namensideen hast, solltest du ihn dir als Domain sichern.
Die Domain ist die Adresse, unter der dein Blog später aufrufbar ist.
Für einen deutschen Blog ist eine .de- oder .com-Domain die beste Wahl. Auch eine .net- oder .org-Domain ist okay. Von Domainendungen, wie .xyz, .blog, oder .me, würde ich dir eher abraten.
Damit du keine Zeit verlierst, habe ich einen Domain-Checker für dich programmiert. Gib einfach deinen Blognamen ohne Endung in das folgende Eingabefeld ein und das Tool sagt dir, ob die gewünschte Domain noch frei ist:
TIPP
Ist deine Wunschdomain bereits vergeben? 🙁 Dann versuch mal folgendes:
- Füge Bindestriche zwischen den Wörtern ein: Zum Beispiel creator-mode.de
- Versuche es mit einer anderen Domain-Endung: Möglicherweise ist die .com, .net– oder .org-Version deines Namens noch frei.
- Füge kleine Variationen hinzu: Stelle zum Beispiel Wörter wie „my“ oder „the“ an den Anfang.
Beachte: In einem Domainnamen dürfen keine Leerzeichen oder Satzzeichen außer Bindestrichen verwendet werden. Groß- und Kleinschreibung wird ignoriert.
Sicherheitshalber solltest du deinen Namen auch noch bei MarkenChk überprüfen. Wenn sich jemand deinen Namen als Marke registriert hat, kann es passieren, dass du abgemahnt wirst und deine Domain verlierst.
4. Checkliste zum Blognamen finden
Um die Wahl deines Blognamens noch einfacher zu gestalten, habe ich eine Checkliste erstellt mit der du den perfekten Blognamen findest, mit dem du auch in einigen Jahren noch zufrieden bist.
- Hast du dich für deinen eigenen Namen, einen Fantasienamen oder einen Suchbegriff entschieden? Schau dir dazu nochmal die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten an.
- Ist der Name kurz und einprägsam? Kurze Namen ohne komplizierte Schreibweisen bleiben besser im Gedächtnis als lange. Wähle deshalb einen Namen, den sich deine Besucher gut merken können.
- Beschreibt dein Blogname das Thema? Ein guter Blogname sollte einen Hinweis auf dein Thema geben. Das hilft neuen Besuchern sofort zu verstehen, worum es auf deinem Blog geht.
- Ist dein Blogname einzigartig? Gibt es da draußen schon einen Blog mit deinem Namen? Das kann dazu führen, dass man deinen Blog mit einem anderen verwechselt. Dass Domains und Accounts in sozialen Netzwerken vergeben sind. Oder dass du im schlimmsten Fall rechtliche Probleme bekommst
- Ist für deinen Blognamen eine Domain frei? Hast du den Markencheck gemacht? Sichere dir deine .de- oder .com-Domain oder eine Domain mit .net- oder .org-Endung. Verwende dazu den Domain-Checker. Mach vor der Domain-Registrierung einen Markencheck.
TIPP
Hast du den perfekten Blognamen gefunden? Dann hast du ersten Schritt auf dem Weg zu deinem eigenen Blog gemacht. Weiter geht es in meinen umfassenden Blogartikel Blog erstellen für Anfänger: In 6 Schritten zum eigenen Blog.
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